Ehrenmitgliedertreffen 20. April 2024

Renergia Perlen

Die Idee von Esther und Rita: Warum in die Ferne schweifen…  Ganz in unserer Nähe besichtigen wir die Renergia, Energie aus Abfall. Hier wird sämtlicher Güsel aus der Zentralschweiz verwertet resp. verbrannt.

Um 10.00 Uhr werden wir von Sabine Thürig empfangen und in den Vortragsraum geführt. Weil wir uns auf Industriegelände bewegen, ist eine Leuchtweste Pflicht. In der Renergia arbeiten rund 30 Personen im Dreischicht-Betrieb (Wochenende Zweischicht).

Wir erfahren, dass es seit dem Jahr 2000 gesetzlich vorgeschrieben ist, den Abfall thermisch zu verbrennen, dies passiert mit 1000°.  Die Renergia Perlen ist seit Januar 2015 in Betrieb und einzigartig. An dieser Art der Verarbeitung und Energiegewinnung besteht weltweites Interesse, waren doch Mitarbeiter schon in China, Dubai, Schottland.

Der angelieferte Müll aus der Zentralschweiz umfasst rund 60% Hausratsmüll, 40% aus Industrie und Baustellen. Aus einem normalen Hauskehrichtsack kann 70% genutzt werden. Die Renergia Zentralschweiz AG produziert mit fortschrittlichen Technologien aus der Abwärme der Abfall-verbrennung Prozessdampf, Wärme und Strom. Ein grosser Abnehmer von Prozessdampf ist die Papierfabrik Perlen. Die nicht für die Produktion von Prozessdampf und Fernwärme benötigte Energie wird in Strom umgewandelt. Renergia produziert Strom für fast 35’000 Haushaltungen und kann so fossile Energieträger durch Abwärme aus Abfall ersetzten. Mit Fernwärme werden die Fernwärmenetze Root Längenbold (Rontal), Ebikon, Emmen, Luzern und sei Herbst 2023 Ennetsee versorgt.

Nach all den interessanten Informationen bei einem fast zweistündigen Rundgang verabschieden wir uns von Frau Thürig und fahren mit dem Bus zum Restaurant Die Perle. Zuerst geniessen wir einen Apéro, dann wird uns ein feines Mittagessen serviert, der speziell für uns zubereitete Rauchbraten an Rotweinsauce mit Beilagen schmeckt ausgezeichnet. Wie immer wird eifrig diskutiert, es werden Neuigkeiten ausgetauscht, der gemütliche Teil dieses Treffens gehört bei den Ehrenmitgliedern dazu.

Kurz nach 15.00 Uhr verlassen wir Die Perle und machen uns mit viel neuem Wissen auf den Heimweg.

Rita Li

Nachruf Franz Kurzmeyer

Nachruf für unser Ehrenmitglied und alt Stadpräsident von Luzern Franz Kurzmeyer
geboren am 29.08.1935
gestorben im Alter von 90 Jahren am 10.01.2024

Franz Kurzmeyer ist sowohl als Stapi als auch als Mitglied unseres Turnvereins positiv aufgefallen durch seine Herzlichkeit und Freundlichkeit. In unseren Anliegen im Sport und für Sportstätten sowie Hallen hatte er immer ein offenes Ohr.

Als ich Franz Kurzmeyer und seine Frau Annemarie im Jahre 1989 einlud, unseren Verein nach Prag zu begleiten, sagte er sofort mit grosser Freude zu. Unvergesslich bleibt seine Ansprache im Prager Stadthaus beim dortigen Stadtpräsidenten. Franz Kurzmeyer während 35 Jahren im STL als Ehrenmitglied zu haben tat dem Verein gut. Nicht mit sportlichen Leistungen machte er von sich reden, nein mit seiner herzlichen Art, zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen.

Franz war zwölf Jahre lang Stadtvater (1984 – 1996). Zuvor hatte er bereits eine respektable Karriere hinter sich als Baudirektor, Richter, Gerichtspräsident und Grossrat. Er war für alle Menschen da. Seine Freundlichkeit war ansteckend. Der Anfang der Ära Kurzmeyer war geprägt durch den Spruch: «Meh Bänkli, meh Brünne, meh Fähne, meh Blueme, meh Fraue met Hüet.» «Ich wollte auf die kleinen Dinge des Lebens aufmerksam machen, die auch Bedeutung haben», sagt er.  Allem voran, am wichtigsten war ihm der Kontakt mit der Bevölkerung; auch mit den Randständigen! Er hat mit Herz und Leichtigkeit mit vielen Menschen duzis gemacht. Das hat ihm grosse Sympathie eingebracht. Jeremias Gotthelf hatte es ihm ebenso angetan. Folgende Worte zitierte er gerne: «Einen Ofen voller Scheiter, die nicht brennen, nützt nichts. Der Ofen bleibt ein Ofen, und die Scheiter bleiben Scheiter. Man muss Feuer anzünden, dann gibt es einen warmen Ofen.» Und viele Feuer hat Franz Kurzmeyer angezündet. Er äusserte sich einmal dahingehend, dass der Starke und Etablierte immer der erste sein müsse, der zu Gesprächen und Lösungen einlädt. Franz hat unserem Verein oft die Hand geboten und mit uns Kameradschaft und Freude erlebt. Zuletzt trafen wir ihn noch ab und zu am STL-Stamm im Lapin. Erinnern wir uns doch ab und zu an seinen häufigen magischen Ausspruch und verwenden wir ihn doch auch vermehrt im Alltag: «Ech ha Fröid!»

Die letzten Monate seines Lebens hat er im Kurhaus Sonnmatt verbracht. Von dort oben auf die Stadt blickend hat er sich von uns verabschiedet. Wir erinnern uns sehr gerne an unseren Stapi Franz Kurzmeyer. 

Franz von Arx


Franz Kurzmeyer bei seiner Ernennung zum Ehrenmitglied im Jahre 1989.

Nachruf von Robi Bühler

Nachruf für unser Ehrenmitglied Robert Bühler
geboren am 21.9.1928
gestorben im Alter von 95 Jahren am 9.12.2023

Der frühere Leichtathlet und Ehrenmitglied des STL Robert Bühler, Regierungsrat und nachheriger Ständerat, ist nicht mehr unter uns. Es trauert ein riesiger Freundes- und Bekanntenkreis um diese respektierte und hochgeschätzte Persönlichkeit.

Robi war eigentlich ein untypischer Politiker: bescheiden, immer auf die Sache fixiert, die er gerade zu vertreten hatte, niemals sich selbst inszenierend. Zugleich aber war Robert Bühler ein geselliger Mensch mit herzlicher Ausstrahlung, der hohe Achtung in allen politischen Lagern genoss – ein eigentlicher Sympathieträger für alle: im Stadtturnverein, im Schweizer Sport, in der Politik, in der Gesellschaft und im Beruf. Unser Vereinsmitglied war viele Jahre aktives Mitglied der Leichtathletik-Riege und fiel auf durch gute Leistungen im Sprint, Hochsprung und Staffellauf 4 x 100 m. Als Sport-Verbundener stellte er sich 1991 als Präsident des Organisationskomitees des Eidg. Turnfestes in Luzern zur Verfügung und er engagierte sich 1992 – 1994 in der Projektierungsgesellschaft für ein Kultur- und Kongresszentrum am See in Luzern. Auch hier darf sich das Resultat sehen lassen. Es wurde zum Wahrzeichen von Luzern. Im OK der Eidg. Turnveteranen-Tagung 2003, welche der Stadtturnverein damals in Luzern organisierte, verhalf der OK-Präsident Robert Bühler den Turnveteranen des STL zu einem grossartigen Erfolg und hoher Wertschätzung durch die 1154 Teilnehmenden. Robi war auch ein treuer Helfer, Zeitnehmer und Kampfrichter bei den von der Leichtathletenriege STL organsierten Meetings im Stadion Allmend. Damals wurden die Sprint- und Laufzeiten noch mit der Stoppuhr gemessen.


Ein riesiger Freundes- und Bekanntenkreis trauert um diese allseits hoch geschätzte Persönlichkeit. Der gebürtige Grosswanger war von 1950 bis 1961 als Primarlehrer tätig. Danach arbeitete er zuerst als städtischer Berufsberater (1961 bis 1968) und später als Personalchef bei der Stadtverwaltung Luzern (1968 bis 1977). Ab 1977 war unser Freund Robert während zwölf Jahren Luzerner Regierungsrat und stand dem Militär-, Polizei- und Umweltschutzdepartement vor. Zuvor politisierte Bühler 14 Jahre lang im Grossrat – dem heutigen Kantonsrat – für die Liberale Partei Luzern. Von 1989 bis 1995 vertrat er den Kanton Luzern als Ständerat in Bern. 1983 und 1989 war Robert Schultheiss, d.h. Vorsitzender des Regierungsrates. Heute hat dieses hohe Amt den Namen Regierungspräsident. Seine politischen Schwerpunkte lagen in der Sicherheit und in der Bildung. Seine herzliche und humorvolle Art erleichterte ihm den Zugang zu den Menschen. Damit konnte er seine vielfältigen und auch schwierigen Aufgaben erfolgreich und zum Wohle der Gesellschaft erfüllen. Ich mag mich erinnern, dass er als Personalchef mir immer wieder geholfen und mich beraten hat, wenn ich für einen Leichtathleten, der neu zum Stadtturnverein kam, eine Stelle suchte. Röbis Auftreten, sein Engagement, seine Gesprächskultur und sein Einfühlungsvermögen sowie seine Hilfsbereitschaft waren beeindruckend.

Robert Bühler war ein echter Stadtturner, der sich ein Leben lang mit viel Engagement auf allen politischen, beruflichen, gesellschaftlichen und kulturellen Stufen für das Wohl unserer Gesellschaft eingesetzt hat. Seine Karriere war vorbildlich. Der Verein und wir Sportler verlieren eine grossartige Persönlichkeit und einen aussergewöhnlichen Politiker. Wir durften Robert Bühler als umsichtigen Macher mit einer grossen Herzlichkeit erleben und werden ihn mit Respekt und grossem Dank in Erinnerung behalten.


Franz von Arx

Leiterausflug 2023

Auch dieses Jahr wollte sich der STV Luzern bei seinen Leitern mit einem gemeinsamen Ausflug für ihren tatkräftigen Einsatz in der Turnhalle bedanken. Nach dem letztjährigen Leiterausflug ins Bouncelab ging es dieses Mal ins City Boulder in Kriens.
Wir trafen uns am Sonntagmorgen bei herrlichem Wetter bei der Kletterhalle. Zuerst gab es ein kleines Aufwärmen und auch einige Instruktionen durften nicht fehlen. Dann ging es endlich an die Boulder-Wände. Zuerst etwas einfachere Routen, dann nach und nach wagten wir uns auch an schwierigere Elemente. Zwischendurch bekamen wir wertvolle technische Inputs, die wir gleich versuchten, in die Tat umzusetzen.
Nach zwei fleissigen Stunden liessen die Kräfte langsam nach. Zur Erholung ging es bei strahlendem Sonnenschein für viele gleich weiter in die Badi. Dort liessen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Ehrenmitgliedertreffen 29. April 2023

Umweltarena Spreitenbach

Es ist eine Tradition, dass Esther und Rita im Frühjahr für die Ehrenmitglieder einen Ausflug organisieren, der nebst Pflege der Kameradschaft Spass und neues Wissen vermittelt. Dieses Jahr besuchen wir die Umweltarena Spreitenbach. Damit bereits die Anreise gemütlich wird, führt uns Chauffeur Ferdi ab Eichhof mit einem Minibus über Land, vorbei an blühenden Obstbäumen und Rapsfeldern.

Wie geplant, treffen wir um 10.30 Uhr in Spreitenbach ein. Im Klima-Restaurant starten wir mit einem Kaffee und Gipfeli. Um 11.15 Uhr beginnt unsere Führung: Erneuerbare Energie. In dieses Thema werden wir von Gerhard Girschweiler eingeführt.

Die erneuerbaren Energien werden immer bedeutender, einerseits weil die fossilen Energien endlich sind und immer teurer werden, andererseits weil sie die Umwelt nicht im gleichen Ausmass belasten. Wir erfahren, wie aus Sonne, Wind, Biogas, Holz und Erdwärme Energie gewonnen werden kann. Eindrücklich wird gezeigt, wie mit wenig Aufwand, z.B. der Beleuchtung in der Wohnung mit neuen Leuchtmitteln, einiges an Energie gespart werden kann. Wir erfahren, wie bunt Solarpanels sein können und wie Sonnenenergie auf dem Dach, an der Fassade oder am Balkongeländer geerntet werden kann. Ein wichtiges Thema ist natürlich auch die Elektromobilität, wir sehen wie sich z.B. die Batterie eines Elektroautos zusammensetzt und was die einzelnen Komponenten kosten. Gezeigt und erklärt wird uns das Modell vom ersten Mehrfamilienhaus der Welt (das Original steht in Brütten ZH)  das ohne externen Anschluss für Strom, Öl und Erdgas auskommt. 

Nach etwas mehr als eine Stunde haben wir viele interessante Informationen erhalten. Erkenntnis von uns allen: Im Energiebereich wird sich in den nächsten Jahren vieles verändern.

Im Klima-Restaurant erwartet uns ein feines Mittagessen mit Salat, Hauptgang, Dessert samt Kaffee. Das Thema unserer Führung wird am Tisch nochmals diskutiert. Einige Ehrenmitglieder lassen es sich nicht nehmen und machen vom Angebot Gebrauch, mit einem Elektrofahrzeug eine Runde zu fahren.

Um 15.00 Uhr starten wir, mit viel neuem Wissen, zur Rückfahrt. Ferdi fährt uns sicher via Seetal zurück zum Eichhof. Danke Ferdi für die zuverlässige Fahrt.

Rita Li.

Trampolin: Saisonauftakt 04.03.2023 (Grenchen Cup)

Der erste Wettkampf der Saison fand wie gewohnt in Grenchen statt. Ella, Ronja und Sina starteten frühmorgens in der Kategorie U13 Girls und erturnten sich mit sehr gespannter Haltung die erste SM-Qualifikation. Ronja erzielte den 9. Schlussrang und verpasste somit sehr knapp den Einzug ins Finale. Ella belegte den 11. und Sina den 14. Schlussrang.

Weiter ging es mit Ben H. und Simon in der Kategorie U15 Boys. Mit dem 8. Rang qualifizierte sich Simon für das Finale und konnte dort seine Leistungen erneut steigern, sodass er den Wettkampf mit dem 6. Schlussrang und einer SM-Qualifikation abschloss. Für Ben H. war der Grenchner-Cup der erste Wettkampf, bei welchem er trotz einer nicht durchgeturnten Übung stolz auf seine Leistung sein kann.

Bei den Junior Boys zeigte Ben B. zwei schwierige Übungen und konnte mit dem 4. Zwischenrang ins Finale eintreten. Nach drei Sprüngen in der Finalübung landete Ben jedoch auf der Matte und erzielte den 8. Schlussrang.

Am Abend startete Alenka bei den Senior Girls. Mit einer sehr anspruchsvollen Übung mit der Schwierigkeit von 10.3 konnte auch Alenka sich ins Finale turnen. Alenkas Übung wies an diesem Wettkampf die dritt höchste Schwierigkeit aller Frauen auf. Die Finalübung musste sie leider nach 2 Sprüngen abbrechen und erzielte den 8. Schlussrang.

Riegenmeisterschaft Trampolin 2023

Im Januar fand die alljährliche Riegenmeisterschaft der Trampolinriege statt. Der interne Wettkampf, der jedes Jahr im Januar durchgeführt wird, dient als guter Einstieg in die Wettkampfsaison und bietet den Turnenden die Möglichkeit, ihre Übungen unter Stressbedingungen zu zeigen.

Die Organisatoren legen großen Wert darauf, den internen Wettkampf so aufzubauen, dass er einem realen Wettkampf gleicht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können somit herausfinden, ob ihre Übungen sitzen und sich auf kommende Wettkämpfe vorbereiten.

In der Vorbereitung auf die Riegenmeisterschaft waren einige Turnende besonders ehrgeizig und wollten unbedingt den Pokal mit nach Hause nehmen. Doch trotz des großen Einsatzes konnte am Ende nur eine Person den Titel der Riegemeisterin gewinnen.

Die Riegenmeisterschaft war für alle Beteiligten ein besonderer Moment. Die Leitenden hatten endlich wieder die Möglichkeit, sich mit den Eltern und Geschwistern zu unterhalten. Auch die Eltern konnten sich untereinander austauschen und sich kennenlernen. Dies erleichtert die Organisation von Wettkämpfen und das Bilden von Fahrgemeinschaften erheblich.

Abschließend gratulieren wir Ronja zur Titelgewinn der Riegemeisterin 2023 und freuen uns auf die kommenden Wettkämpfe.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Mitgliedern, Athlet:innen und Eltern für das vergangene Jahr bedanken. Ihr habt dazu beigetragen, dass wir als Team wachsen und uns verbessern konnten. Wir haben gemeinsam an Wettkämpfen teilgenommen, gemeinsam trainiert und geschwitzt

Ein besonderer Dank geht an unsere Leiter, die mit viel Zeit, Energie und Begeisterung die Trainings und Wettkämpfe organisiert und geleitet haben. Ohne euch wäre das Erreichen unserer sportlichen Ziele nicht möglich gewesen.

Danke an alle für eure harte Arbeit, euer Engagement und eure Unterstützung im vergangenen Jahr. Wir freuen uns darauf, gemeinsam im kommenden Jahr weiter zu wachsen und uns zu verbessern!