Ehrenmitglieder Herbsttreffen 20. September 2023

Neugierig und gut gelaunt trifft sich eine Gruppe Ehrenmitglieder um 09.50 Uhr in Luzern am Schiffsteg 1. Bei sonnigem Herbstwetter bringt uns Schiff Diamant nach Weggis. Tagesziel ist Besichtigung der Firma Thermoplan, Hersteller von Kaffee-Vollautomaten.

Auf dem Schiff wird uns allen ein Kaffee offeriert, bezahlt aus der Kasse. Nach Ankunft in Weggis gibt es einen kleinen Spaziergang zum Seehotel St. Gotthard, im Gartenrestaurant geniessen wir ein feines Mittagessen, begleitet von munteren Gesprächen.

Gestärkt begeben wir uns mit Bus 502 bis Haltestelle „Zopf“, dort bahnen wir uns den Weg durch die Grossbaustelle zum Eingang der Firma Thermoplan.

Herr Thomas van Es erwartet unsere Gruppe und führt uns in den Show-Room. In einer Einführung erfahren wir, dass die Firma Thermoplan 1974 in Küssnacht gegründet wurde. Angefangen wurde mit der Produktion von Rahmbläsern für Gastrobetriebe. Erweitert wurde der Betrieb mit Kaffeevollautomaten, der Sitz 1985 nach Weggis verlegt, ein Neubau für die Produktionserweiterung kann demnächst bezogen werden. Drei grosse Kunden sind Starbucks, Costa Coffee und Nestle mit Nespresso, diese drei machen ca. 50% des Umsatzes aus, der Rest erfolgt mit eigenem Vertrieb. Letztes Jahr wurde ein Umsatz von 335 Mio. Fr. erwirtschaftet. Der Firma ist es ganz wichtig, dass sämtliche Teile der Kaffeeautomaten in der Schweiz produziert werden, alle Maschinen sind also Made in Switzerland. Vertrieben werden die Maschinen in 82 Ländern durch Partner. Ein Rundgang durch die Produktion rundet unseren Besuch ab.

Mit Bus 502 fahren wir bis Bahnhof Küssnacht, dann bringt uns die SBB zurück nach Luzern. An diesem Tag wurde uns viel neues Wissen vermittelt, es war spannend zu erfahren, dass es heute immer noch möglich ist, mit einem innovativen Produkt, das von A – Z in der Schweiz hergestellt wird, den Weltmarkt zu erobern.

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Nachruf Peter Kaufmann

Peter Kaufmann wurde am 3. Januar 1939 geboren. Zusammen mit 2 Geschwistern
wuchs er in Luzern im Maihofquartier auf. Den Schulbesuch schloss er mit dem Han-
delsdiplom der Kantonsschule Luzern ab. Bei einer Grossbank in Zürich begann er
als Praktikant, wo ihm Einsätze in London und Paris ermöglicht wurden. 1965 kam
er zurück nach Luzern. Statt eine Stelle in Zürich anzutreten, musste er für 2 Mona-
te ins Lungensanatorium in Montana. Dort lernte er seine Frau Maria Schaller ken-
nen, die er 1968 heiratete. Zuerst wohnten sie im Matthofquartier in Luzern, später
in Kriens und zuletzt in Horw.


1966 fand Peter seine Wunschstelle in der Getreide-Import Firma FUGA , wo er bis
zu seiner Pensionierung als Getreidehändler tätig war.


Peter fühlte sich in einer Gruppe mit Gleichgesinnten sehr wohl. In seiner Jugend en-
gagierte er sich in der Pfadfinder-Abteilung St. Josef. Nach seiner Pensionierung trat
er noch als Sänger dem Allegro-Chor in Horw bei.


Seit 1976 war Peter Mitglied im Stadtturnverein. Fitness und Geselligkeit wertete er
stets höher als sportliche Erfolge. So begann er bei der Stammriege und wechselte
1999 zur Freien Riege. Neben dem regelmässigen Probenbesuch leitete er mit viel
Geschick und Erfahrung 10 Jahre unsere Riegentour, nachher übernahm er das
Kassieramt und zuletzt stellte er sich noch als Revisor zur Verfügung. Dazu war
Peter auch noch bei der Leichtathletenriege-STL als Eventmanager aktiv. Für seinen
grossen und langjährigen Einsatz wurde ihm als Dank im Jahr 2021 die Ehrenmit-
gliedschaft verliehen.


Vor knapp einem Jahr zeigten sich erste Anzeichen seiner Krankheit. Trotz grossem
Durchhaltewillen und Geduld verlor er am 4. Mai 2023 seinen Kampf gegen den
Krebs.


Wir werden Peter als vorbildlichen Breitensportler und Turnkameraden in dankbarer
Erinnerung behalten.
Freie Riege STV Walter Gnos

Ehrenmitgliedertreffen 29. April 2023

Umweltarena Spreitenbach

Es ist eine Tradition, dass Esther und Rita im Frühjahr für die Ehrenmitglieder einen Ausflug organisieren, der nebst Pflege der Kameradschaft Spass und neues Wissen vermittelt. Dieses Jahr besuchen wir die Umweltarena Spreitenbach. Damit bereits die Anreise gemütlich wird, führt uns Chauffeur Ferdi ab Eichhof mit einem Minibus über Land, vorbei an blühenden Obstbäumen und Rapsfeldern.

Wie geplant, treffen wir um 10.30 Uhr in Spreitenbach ein. Im Klima-Restaurant starten wir mit einem Kaffee und Gipfeli. Um 11.15 Uhr beginnt unsere Führung: Erneuerbare Energie. In dieses Thema werden wir von Gerhard Girschweiler eingeführt.

Die erneuerbaren Energien werden immer bedeutender, einerseits weil die fossilen Energien endlich sind und immer teurer werden, andererseits weil sie die Umwelt nicht im gleichen Ausmass belasten. Wir erfahren, wie aus Sonne, Wind, Biogas, Holz und Erdwärme Energie gewonnen werden kann. Eindrücklich wird gezeigt, wie mit wenig Aufwand, z.B. der Beleuchtung in der Wohnung mit neuen Leuchtmitteln, einiges an Energie gespart werden kann. Wir erfahren, wie bunt Solarpanels sein können und wie Sonnenenergie auf dem Dach, an der Fassade oder am Balkongeländer geerntet werden kann. Ein wichtiges Thema ist natürlich auch die Elektromobilität, wir sehen wie sich z.B. die Batterie eines Elektroautos zusammensetzt und was die einzelnen Komponenten kosten. Gezeigt und erklärt wird uns das Modell vom ersten Mehrfamilienhaus der Welt (das Original steht in Brütten ZH)  das ohne externen Anschluss für Strom, Öl und Erdgas auskommt. 

Nach etwas mehr als eine Stunde haben wir viele interessante Informationen erhalten. Erkenntnis von uns allen: Im Energiebereich wird sich in den nächsten Jahren vieles verändern.

Im Klima-Restaurant erwartet uns ein feines Mittagessen mit Salat, Hauptgang, Dessert samt Kaffee. Das Thema unserer Führung wird am Tisch nochmals diskutiert. Einige Ehrenmitglieder lassen es sich nicht nehmen und machen vom Angebot Gebrauch, mit einem Elektrofahrzeug eine Runde zu fahren.

Um 15.00 Uhr starten wir, mit viel neuem Wissen, zur Rückfahrt. Ferdi fährt uns sicher via Seetal zurück zum Eichhof. Danke Ferdi für die zuverlässige Fahrt.

Rita Li.

Jahresbericht 2022 Ehrenmitglieder

Die Normalität hat wieder Einzug gehalten. So konnten wir unser EM Frühlingstreffen im April und im Herbst durchführen.

Dieses Jahr ging es in die kulinarische Richtung. Wir besuchten im April eine Lachsräucherei. Mit Zug und Bus fuhren 16 Ehrenmitglieder, davon 5 Frauen, über die Stadt Zug nach Neuheim. Der Hausherr, Herr Staub, empfing uns an seinem Arbeitsplatz, wo er uns ausführlich über die Lachse als Fisch und über deren anschliessende Räucherei informierte. Er übt seinen Beruf mit viel Herzblut aus, was aus seinem Vortrag sehr gut hervorging.  Nach superfeinen Apérobrötli, kredenzt mit einem guten Tropfen, ging es weiter mit dem Bus nach Edlibach. Im Restaurant Edlibacherhof wurde uns, in gut gelaunter Gesellschaft, ein ausgezeichnetes Mittagessen serviert.  Es war ein eindrucksvoller Tag, mal was ganz anderes.

Im Herbst trafen sich 20 Ehrenmitglieder zu einer interessanten Führung im Hause CH Media AG zur Besichtigung und Führung von Tele 1 und Radio Pilatus.

Wir durften uns über den etwas stressigen Beruf eines Journalisten informieren.  Imposant war, wie uns eine Mitarbeiterin erklärte, dass sie nun (es war gegen Mittag) ein Interview auf dem Gotthard macht werde, anschliessend im Studio bearbeiten und in den 18h Nachrichten geht der Bericht bereits auf Sendung. Ebenfalls konnten wir einen Blick ins Radiostudio werfen, da gehen die Nachrichten schneller über den Äther. Im Restaurant sowieso, Luzern, genossen wir ein köstliches Mittagessen und liessen bei guter Stimmung den Tag ausklingen.

Mit jeweiligen zwei Feiern im Juni und Dezember, werden die «Geburtstagskinder» von runden und halbrunden Jahren mit einem Glas und einer Flasche Wein gebührend gefeiert. Es ist immer ein fröhlicher Anlass, mit bis zu 20 Anwesenden, wo viel über Gott und die Welt diskutiert wird. 

Im vergangenen Jahr haben uns 3 Ehrenmitglieder verlassen. Im Mai verstarb Martin Ulrich im Alter von 94 Jahren. Kurze Zeit später verstarb Karl Bruggmann im 87 Lebensjahr. Im September verliess uns genau an ihrem 95. Geburtstag Rosemarie Ryser. Alle waren über 40 Jahre Ehrenmitglied im Verein und haben vieles geleistet. Wir werden Ihnen ein liebevolles Andenken bewahren.

Erfreulich ist, dass der Hauptverein an der GV wiederum 3 neue Ehrenmitglieder ernannt hat, somit bleibt die Mitgliederzahl recht stabil.

Einen herzlichen Dank möchte ich Rita, für das engagierte Mitwirken und für die Zuständigkeit der Geburtstagskarten- und Feier, aussprechen. Es macht immer wieder Spass mit ihr zusammen das neue Jahresprogramm zusammen zu stellen.

Wir freuen uns, mit euch wieder an den jeweiligen Anlässen vergnügte Stunden zusammen zu erleben.

Esther Nadig, Januar 2023

Nachruf von Rosemarie Ryser STV Luzern

Rosemarie Ryser trat 1960 in die Damenriege Hubelmatt des
Stadtturnvereins ein. Nach nur zwei Jahren Vereinszugehörigkeit und Mitturnens erkannte man ihre Fähigkeiten, und sie wurde zur Riegenchefin gewählt. In der „Ämtlileiter“ ging es steil voran, denn schon im Jahr 1964 nominierten die Turnerinnen sie zu ihrer Präsidentin der Damenriege, wo sie mit viel Applaus «Ja» zu diesem Amt sagte. Sie stand der Damenriege neun Jahre lang vor. Bei ihrer Demission 1973 wurde sie zum Ehrenmitglied der STV Luzern und der DR des Stadtturnvereins ernannt.

Bei der Gründung der Kunstturnerinnenriege 1968 der DR STV Luzern half sie tatkräftig mit. Sie hatte auch andere Funktionen inne. So war sie für 5 Jahre (1980-1985) in der Redaktion «Kontakt» des damaligen Frauenturnverbandes Luzern, Ob- und Nidwalden tätig. Ab 1985 amtete sie als freie Mitarbeiterin. Im 1990 hatte sie das Amt der Sekretärin bei der Fahnenkommission inne.

Ihr Mann, Willy Ryser, war lange Präsident des Chörli vom STV Luzern, womit man Willy und Rosemarie immer wieder an Festivitäten antraf. Ich freute mich jedes Mal, wenn sie an Ehrenmitgliedertreffen teilnahm, was aus gesundheitlichen Gründen in den letzten Jahren nicht mehr möglich war.

Rosemarie war eine leidenschaftliche Jasserin. Fünf Frauen trafen sich in fleissigen Abständen zu diesem Spiel, das sie bis ins hohe Alter ausübte.

Am Schluss wohnte Rosemarie im Altersheim und freute sich über jeden Besuch.

Ich habe Rosemarie als fröhlicher, sympathischer und offener Mensch kennen und schätzen gelernt; auch war sie steht‘s eine gute Zuhörerin.

An ihrem 95. Geburtstag schlief sie im Kreise ihrer Familie friedlich ein. Wir werden Rosemarie in guter Erinnerung behalten.

Januar 2023, E.N.

Weingut Heidegg 16. Juni 2021

Es ist Tradition, dass sich die Ehrenmitglieder zweimal jährlich bei einem Anlass treffen. Der Besuch im Weingut Heidegg war eigentlich für das Jahr 2020 geplant, musste aber immer wieder verschoben werden.

Esther und Rita haben sich entschieden, das Treffen jetzt durchzuführen, es hat sich gelohnt. Wir wurden mit sommerlichem Wetter belohnt. Mit einem Sammeltransport fuhren wir ab Parkplatz Eichhof um 13.30 durch das Seetal bis Gelfingen, Weingut Heidegg. Vor dem Weingut wurden wir bereits von Martin Lager erwartet, er brachte uns an diesem Nachmittag die Geschichte der Traube bis zum Wein etwas näher.

Das Weingut war bis 1998 Staatsgut des Kantons Luzern, dann wurde es privatisiert und von Peter Schuler übernommen. Die Bewirtschaftung des Weingutes erfolgt nach strengen ökologischen Richtlinien. Angepflanzt sind nicht weniger als 16 verschiedenen Rebsorten. Der Rieslling-Sylvaner ist seit Jahrzehnten das Markenzeichen des Weingutes Heidegg. Im Rebberg zeigte uns Martin, wie die Rebe gepflegt wird und was es braucht bis im Spätherbst die Traubenlese beginnt, eine immense Handarbeit. Der Einfluss der Witterung ist auch nicht zu unterschätzen, im Frühjahr oft Frost, im Sommer Hagelwetter, mit den Launen der Natur muss ein Weinbauer leben. Im Innern des Weingutes konnten wir die grossen Tanks bestaunen, in denen der Wein bis zur Abfüllung ruht. Die Destillation von Edelbränden ist ein weiteres Standbein des Weingutes.

Nach dem Rundgang war es natürlich Pflicht, die feinen weissen, rosé und roten Tropfen zu degustieren (die Fahrer waren pflichtbewusst zurückhaltend!)  In lockerer Runde wurden Gedanken ausgetauscht, es gab vieles zu erzählen, haben wir uns doch seit Herbst 2020 nicht mehr gesehen. Im Weingut konnten wir uns nach Bedarf gleich mit dem bevorzugten Tropfen eindecken.

Am späteren Nachmittag machte sich die Schar der Ehrenmitglieder auf den Heimweg, mit viel neuem Wissen und einer oder mehreren Flaschen Heidegger im Gepäck.

16.6.2021/Rita Li

Nachruf Karl BruggmannNachruf

Kari ist nicht mehr unter uns, er verstarb am 8. Mai 2022. Nach einem Spitalaufenthalt, ist er friedlich eingeschlafen.

Wir kannten ihn als Ausnahmekönner im Ringen, Schwingen und NaJonalturnen. Aus vielen grossen Erfolgen ragt die Olympiateilnahme 1960 im Ringen heraus.

In jungen Jahren war er sehr erfolgreich im Sport und Beruf und hat mit seinem starken Willen viele Kameraden begeistert. Nach der Metzgerlehre ging er zur Polizei der Stadt Luzern und später übernahm er das Eichhof-Depot in Sarnen. Dort konnte er sich richtig entfalten, denn die Aufgabe war für ihn wie zugeschnitten. Er war ein aufgestellter, ehrlicher Leiter. Mit seiner Frau Helene, Leni, wie er sie nannte, war er bis zum Tode glücklich verheiratet.

Sportliche Erfolge von Kari kann man gar nicht alle erwähnen, so viele waren es. Einige möchte ich aber herausheben.

m Ringen hat er dreimal die Eidg. Ringertage gewonnen 1956 / 1960 / 1964, er wurde Schweizermeister 1956 im Weltergewicht, ETV Meister 1956 / 1957 / 1958, Sieger an der Polizei-EM in Göteborg im Weltergewicht und erzielte den 7. Rang an den Olympischen Spielen in Rom.

Im Nationalturnen war Kari auch sehr erfolgreich. So gewann er zwei Kantonale Nationalturntage 1963 /1964. An zwei Eidg. Turnfesten erkämpfte Kari das Eichenlaub. Er hat für den Stadtturnverein Luzern aussergewöhnliche Leistungen erbracht.

Im Schwingen war Kari ein Ausnahmekönner. Mit seinem Leichtgewicht konnte er sehr grosse Erfolge feiern. Dreimal am Kirchbergschwinget teilnehmen zu können 1957 / 1962 / 1967 gelingt nicht vielen Athleten.

Kari engagierte sich auch nach der sportlichen Karriere als Technischer Leiter im Schwingklub Luzern, Kampfrichter im Schwingen und Ringen, mehrfacher Kursleiter im Schwingen, Ringen und Nationalturnen, mehrere Jahre im OK des Brünig-Schwingfests. Präsident in der Nationalturn-Riege.

Kari durfe auch grosse Ehrungen entgegennehmen. 1960 grosse Verdienstauszeichnung STV Luzern, 1965 Treuemitglied STV Luzern, 1969 Ehrenmitglied STV Luzern, Ehrenmitglied Schwingklub Luzern, Ehrenmitglied Schwingklub OW NW, Ehrenmitglied Innerschweizer Schwingverband, 2006 50 Jahre STV Luzern, 1989 Eidg. Turnveteran Stadtturnverein Luzern.

Wir werden Kari in unseren Kreisen immer in guter Erinnerung behalten, für mich war Kari das grösste Vorbild, er hat jetzt den Frieden auch im Himmel gefunden.

Werner Niederberger

Nachruf Martin Ulrich

Martin Ulrich hat den Leichtathleten des STL, der Jugend, der Entwicklung des
Stabhochsprunges und der Förderung von Freundschaften rund 70 Jahre
seines Lebens geschenkt. Wir haben einen einzigartigen Trainerkameraden
verloren.

Martin kam mit 25 Jahren beruflich nach Luzern und er trat auch sogleich der Leichtathletenriege des Stadtturnvereins bei. Bis dahin war er Zehnkämpfer und guter Stabhochspringer im Turnverein Brunnen. Zunächst wurde Martin Trainer in der Nachwuchsriege der Leichtathleten Hubelmatt, die er drei Jahre lang führte. Martin baute ab 1968 eine starke Mehrkampf- und Stabhochsprunggruppe auf. Viele grossartige Athleten hat er herausgebracht: Hugo Hönger, Hobi Robi, Robert Kistler, Henggeler Ernst, Hässig Dieter, Röbi Zgraggen und insbesondere seinen Sohn Martin, der erstmals die 5.00 Meter sprang! Martin junior zählte zu den besten Stabspringern der Schweiz. Dieser grossartige Erfolg kam zu Stande dank der guten Trainingsarbeit zwischen Vater und Sohn und dem einzigartigen Gruppengeist unter den Springern des STL.

Martin brachte auch seine Tochter Helga zu den Leichtathleten des STL. Sie wurde eine sehr gute Hürdenläuferin und Sprinterin. Martin lebte für den Stadtturnverein. Er packte überall an, wenn es um das Organisieren eines Meetings oder wenn Helfer im Verein gefragt waren. Eindrücklich war jeweils der grosse Umzug der Stabhochsprunganlage. Diese stand während des Wettkampfbetriebes auf der Allmend und für das Wintertraining schaffte Martin ein aufblasbares Sprungkissen mit Gebläse an. Für den zweimaligen Umzug pro Jahr organisierte Martin jeweils einen Lastwagen! Mit Geschick und Einfühlungsvermögen baute die Stadt in der oberen Dulahalle gar einen Einstichkasten in den Hallenboden. Der Korridor vor der Halle war die Anlaufbahn für die Stäbeler. Da hiess es bei der Türe den Stab zu senken und dann nach der Türe wieder hochzunehmen. Das war Pionierarbeit, diese erste Stabhochsprungschule in Luzern. Martin hat sie mit Leidenschaft geführt und er war mit seinen Athleten sehr erfolgreich! 1979 hat ihn der STL in Würdigung seines grossen Wirkens zum Ehrenmitglied ernannt.

Martin schätzte und pflegte die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den Leitern und Athleten. Es war selbstverständlich, dass wir nach den Trainings jeweils auf der Allmend im Clubbeizli noch zusammensassen und im Winter nach dem Hallentraining meistens bis Mitternacht noch bei Schnider-Seppi im Restaurant Lindenhof einen Jass klopften. Martin war ein Kamerad der alten
Schule. Die Leichtathletenriege des STL war für ihn eine Familie. Er hat siebzig Jahre lang dieser Riege und den Athleten gedient. Martin hat den STL erfolgreich gemacht. Die Leichtathleten danken ihm für seine Treue, sein Engagement, seine eindrücklichen Trainings, in denen er die Athleten zu
Stabakrobaten formte und eben zu einer unzertrennlichen Gruppe. Die Freundschaft wird heute noch gepflegt. Martin, der STL und Deine Athleten danken Dir von Herzen für Deine Trainertätigkeit.

Franz von Arx

Ehrenmitgliedertreffen 23. April 2022 Lachsräucherei Neuheim

Bereits die Einladung zum diesjährigen Frühlingstreffen versprach einen spannenden Tag.

So traf sich eine muntere, neugierige und aufgestellte Schar Ehrenmitglieder am Bahnhof Luzern, erstmals waren fünf Frauen dabei, bravo!

Um 09.35 Uhr führte uns die SBB nach Baar und der Bus nach Neuheim. Beim Restaurant Schäfli wartete bereits der Inhaber der Lachsräucherei, Herr Roger Staub, auf uns. Im Untergeschoss betreibt er seit einigen Jahren eine Lachsräucherei, es ist ein Familienbetrieb. Im Jahr verarbeitet er die unglaubliche Menge von rund 8 t Lachs!!! Für die Produkte wird Top-frischer Atlantischer Lachs (Salmo salar) von Spitzenqualität aus Schottland, der die Biozertifizierung „Label Rouge“ trägt, verwendet. Den Lachs kauft er inzwischen filetiert ein. Wir erfahren den Unterschied zwischen Pazifischem und Atlantischem Lachs und die Kunst, den Lachs perfekt zu räuchern. Vom heissgeräucherten über den klassisch kaltgeräucherten Lachs bis zu ganz feinen exklusiven Spezialitäten wie den Alaska Wildlachs oder LaxParfait, wird in reiner Handarbeit kostbare Schätze der Räucherkunst hergestellt. Zum Räuchern wird ausschliesslich reinstes Buchenholz verwendet, das eine gleichmässige Glut garantiert. Nachdem wir vom  theoretischen Teil der Lachsräucherei erfahren haben, ging es weiter ins Restaurant. Dort wurde uns ein Trio von verschiedenem Lachs angeboten, dazu ein feiner weisser Chardonnay, ein perfekter Apéro.

Anschliessend begaben sich die Ehrenmitglieder mit dem Bus nach Edlibach, Ziel Restaurant Edlibacherhof, wo für uns das Mittagessen wartete. Wo immer sich die Ehrenmitglieder treffen, ist es  gemütlich, es wird diskutiert und gefachsimpelt.

Um 15.00 Uhr verliess die Gruppe, gut gestärkt und mit viel neuem Wissen den Edlibacherhof und machte sich mit Bus und Zug zurück nach Luzern. Ein perfekt organisierter Tag fand seinen Abschluss.

Rita Lichtsteiner

Ehrenmitgliederbericht 2021

Wiederum ist ein spezielles Jahr zu Ende gegangen. Vom letztjährigen Lockdown bis zum 2G haben wir alle Facetten dieses Virus erlebt. Zum Glück gab es auch etliche Lichtmomente, nein sogar Zeiten.

Im Juni durften wir endlich unseren 2 x verschobenen Anlass zum Weingut Heidegg ansagen und durchführen. Wir fuhren mit Privatautos an einem relativen heissen Nachmittag nach Heidegg. Herzlich wurden wir von Martin Lager begrüsst. Sogleich ging es los, wenn möglich etwas am Schatten zu den Weinbergen, wo er uns ausführlich das Gedeihen der Reben erklärte. Es waren interessante Informationen. Der Weg zur reifen Traube braucht seine Zeit und hat viele Tücken zu überstehen. Der Riesling Sylvaner ist das Markenzeichen des Weingutes Heidegg.

Mit einer ausgiebigen Degustation der Haussorten mit Apérogebäck wurde der gelungene Nachmittag abgerundet. Selbstverständlich durften wir auch andere Sorten probieren. Der Hauswein, der nun auch unser Geburtstagwein ist, mundete allen vorzüglich. Voll des guten Trunkes machten wir uns am späteren Nachmittag mit der Gewissheit, dass unsere Treffen doch wieder stattfinden können, nach Hause.

Optimistisch organisierten wir im September unseren Herbstausflug ins Nidwaldnerländli, nach Stans zum Getränkehändler Lussi. Dies ist eine alte eingesessene Firma. Begonnen haben sie mit Mosten, und im neuen Logistikgebäude wird nun auch Bier und Schnaps gebraut und gebrannt. Alles findet auf kleinster Fläche statt; ein computergesteuertes Hochregallager erleichtert viel Arbeit. Es war eine imposante Führung, die mit der Degustation der Hausprodukte endete.

Anfangs Juli und Dezember konnten wir unsere Ehrenmitglieder Geburtstagfeier durchführen. Im Juli waren wir im Restaurant Murmatt auf der Allmend und hofften auf schönes Wetter, damit wir draussen sitzen könnten, doch der Wettergott war uns nicht hold. Trotzdem fanden sich 15 Ehrenmitglieder ein, darunter auch die zu feiernden Geburtstagskinder. Es war ein fideler Anlass, und wir genossen die Stunden zusammen sitzen zu dürfen.

Im Dezember trafen wir uns im Hotel Ambassador. Auch da war eine wackere Schar, darunter auch zwei Geburtstagskinder, anwesend. Wir genossen es, das alte Jahr miteinander ausklingen lassen zu können.

Leider mussten wir von 3 Ehrenmitgliedern Abschied nehmen. Im Januar verstarb Ruedi Gilli, im Mai Franz Emmenegger und im November Margrit Schütz, unser ältestes Vereinsmitglied im 95. Lebensjahr.

Anfangs Jahr erhielten wir die Nachricht, dass unser „Amerikaner“ Paul Ackermann im Alter von 97 im September 2018 verstorben war. Er war noch im hohen Alter interessiert, was in seinem Verein alles „los“ ist.

Zum Schluss möchte ich von ganzen Herzen, Dir Rita, danken für deine tatkräftige Unterstützung während des ganzen Jahres, besonders für den Versand der Geburtstagskarten und das Durchführen der jeweiligen Geburtstagsfeier.

Wir werden versuchen, trotz der heutigen unerfreulichen Situation mit der Pandemie, euch wiederum ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. 

Esther Nadig, Januar 2022