Regionenmeisterschaften Pilatus in Kerns


Die Sonne strahlte vom Himmel, ein nahezu perfekter Frühlingstag legte sich über den vergangenen Samstag – und fast schon wie ein ungeschriebenes Gesetz bedeutete das nur eines: Die Regionenmeisterschaften Pilatus in Kerns standen an. Jahr für Jahr zeigt sich das Wetter hier von seiner besten Seite, als würde es den Turnerinnen eine besonders glanzvolle Bühne bereiten. Doch während draussen die Sonne lachte und die Szenerie in warmes Licht tauchte, stellte sich die eigentliche Frage in der Halle: Würde sie auch an den Geräten für unsere Turnerinnen scheinen?

«Hibbelig» – so liess sich die Stimmung der Kategorie-1-Turnerinnen treffend beschreiben. Verständlich, war es doch einer der ersten «grossen» Wettkämpfe für unsere Küken. Entsprechend schlichen sich hier und da kleine Unsicherheiten und ein unerwünschtes Schrittchen zu viel ein.

Am Sprung und Boden gelang es ihnen jedoch, die Nervosität zu bändigen, und sie zeigten schöne Übungen, die mit Noten über 9.00 belohnt wurden. Livia Portmann turnte einen starken Wettkampf, hatte am Ende jedoch etwas Pech – eine Auszeichnung verpasste sie denkbar knapp um einen Rang.

Am Sprung eröffnete die Kategorie 2 ihren Wettkampf – und gleich setzte Sina Alverde ein Highlight: Mit einem beinahe makellosen Sprung sicherte sie sich die Tageshöchstnote von 9.50. Am Reck zeigten alle Turnerinnen ihr Können; neben Sina überzeugte auch Elena Golub mit einer starken Übung über 9.00. Am Boden knüpften die Turnerinnen nahtlos an die letzten Erfolge an – erneut brillierte Sina und wurde wiederum mit der Höchstnote 9.55 belohnt. Der Zauber setzte sich an den Schaukelringen fort, wo Filipa Gassmann mit einer 9.40 glänzte.

Am Ende thronte Sina über der gesamten Konkurrenz und stand nach einem überragenden Wettkampf mit mehr als 100 Turnerinnen zuoberst auf dem Podest. Auch Filipa (15.), Eliane Heiniger (20.) und Nora Matacun (32.) wurden für ihre starken Leistungen ausgezeichnet.

In der Kategorie 3 startete der Wettkampf am Reck. Insgesamt lief es gut, auch wenn ein Sturz etwas Punkte kostete. Am Boden lief es dafür umso besser – besonders das Forrer-Schwestern-Duo überzeugte: Minalou Forrer mit 9.35 und Emilia Forrer mit starken 9.40.

An den Schaukelringen gelang es nicht ganz, die Trainingsleistungen abzurufen. Am Sprung hingegen zeigte sich eine klare Steigerung im Vergleich zum letzten Wettkampf. Alena Alverde turnte sich eine 9.15 und blieb an allen Geräten über der 9.00. Mit einem starken Total von 36.55 sicherte sie sich den 12. Rang und eine Auszeichnung. Auch Minalou durfte sich mit Rang 46 über eine Auszeichnung freuen.

Der Wettkampf der K4-Turnerinnen begann an den Schaukelringen, wo die Übungen zunächst souverän abgerufen wurden. Die ungewohnt gummigen Ringe und der längere Pendel der Seile erschwerten es jedoch, die Trainingsleistungen ganz umzusetzen. Am Boden gelangen viele schöne Übungen mit Noten über 9.00, darunter Rozerin Doymaz (9.05), Kira Baumann (9.20) und Adea Zogaj mit starken 9.40. Insgesamt gelang Adea ein überzeugender Auftritt, der ihr mit einem Punktetotal von 36.30 eine Auszeichnung (22. Rang) einbrachte. Dabei darf nicht vergessen werden: Das Niveau in dieser Kategorie war ausserordentlich hoch.

Die Kategorie 5 startete in einer grossen Gruppe am Reck. Der Auftakt gelang den meisten gut, die Übungen konnten solide abgerufen werden. Am Boden zeigten alle saubere Leistungen, was sich auch in den Noten widerspiegelte – darunter zwei sehr hohe Noten von 9.35.

An den Ringen und am Sprung gibt es noch am meisten Verbesserungspotenzial. Trotzdem sind klare Fortschritte erkennbar, und die Übungen werden zunehmend sicherer geturnt. Einzelne Turnerinnen konnten auch hier bereits mit gelungenen Sprüngen und stabilen Übungen überzeugen.

Rahana Foster zeigte einen sehr guten Wettkampf und durfte sich mit dem 12. Rang über eine Auszeichnung freuen. Auch Lina Widmer (17. Rang) und Elina Ottiger (24. Rang) wurden ausgezeichnet.

In der Kategorie 6 gingen Aliya Dorizzi und Jessy Zingg an den Start. Los ging’s an den Schaukelringen – und da war klar zu sehen: Im Vergleich zum letzten Jahr haben beide einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Die Übungen waren deutlich sicherer.

Am Sprung fehlte dann etwas die Energie, und auch am Reck lief es nicht ganz nach Wunsch, es kam leider zu Stürzen. Umso stärker ist es, danach wieder aufs Gerät zu gehen und die Übung fertig zu turnen – das braucht Mut und mentale Stärke, und das haben beide gut gemacht. Am Boden gab’s zum Abschluss noch solide Übungen. Besonders knapp war es für Jessy: Gerade mal 0.10 Punkte fehlten zur 9.00 – beim nächsten Mal reicht’s bestimmt.

Die Turnerinnen der Kategorie 7 und Damen gingen gemeinsam an den Start. Am Reck waren bereits beim Einturnen kleine Unsicherheiten spürbar – das Gerät war etwas rutschig. Dennoch gelangen schöne Übungen: Quirine Velstra wurde mit 9.20 belohnt, auch Cristina Dimmler knackte mit 9.05 die 9er-Marke.

Am Boden zeigten die Turnerinnen teils sehr anspruchsvolle Übungen – da nimmt man den einen oder anderen Abzug in Kauf. Umso bemerkenswerter, mit wie viel Mut Überschläge, Flics und Saltos geturnt werden. Für Noëmi Otter gab es für ihre schöne Bodenübung eine 9.15. An den Ringen war es ebenfalls nicht ganz einfach, sich auf die längeren Seile einzustellen. Weiter so, noch etwas mehr auf den Punkt – dann liegen die nächsten Auszeichnungen ganz sicher drin. 


Bericht von Rebekka Strässle



Auszeichnungen

Kategorie 2

1. Rang: Sina Alverde

15. Rang: Filipa Gassmann

20. Rang: Eliane Heiniger

32. Rang: Nora Matacun

Kategorie 3

12. Rang: Alena Alverde

46. Rang: Minalou Forrer

Kategorie 4

22. Rang: Adea Zogaj

Kategorie 5

12. Rang: Rahana Foster

17. Rang: Lina Widmer

24. Rang: Elina Ottiger


Ranglisten